Brustmuskeltraining

Der Brustmuskel besteht aus zwei Teilen, dem kleinen und dem großen Brustmuskel. Beide sind Skelettmuskeln. Der kleine Brustmuskel zieht die Schulter schräg nach vorne unten. Er zieht auch die Schulterblätter an die Rückwand des Brustkorbes. Beim Aufstützen der Arme dient er als Atemhilfsmuskel und verhindert ein Hochschieben des Schultergürtels. Der große Brustmuskel besteht aus dem Schlüsselbeinteil, dem Brustbein-Rippenteil und dem Bauchteil. Er zieht den Arm zum Körper, ist also ein Adductor, dreht die Arme zum Körper, dreht ihn nach innen und zieht ihn nach vorn. Auch er ist gehört zur Brustmuskeltraining Atemhilfsmuskulatur.

Ein Brustmuskeltraining hat keine gesundheitsfördernden Aspekte. Es dient lediglich der Verbesserung des Körperbaus und der Fitnessförderung. So wird denn heute im Fitnesstraining das Brustmuskeltraining vor allem von Männern betrieben. Vor allem Männer die Bodybuilding betreiben unterziehen sich einem regelmäßigen Brustmuskeltraining. Dieses Brustmuskeltraining fördert die Brustpartie uns sorgt so für einen gut geformten Körper aus Sicht des Bodybuildings. Neuerdings betreiben auch Frauen ein regelmäßiges Brustmuskeltraining. Dieses fördert aber nicht die Oberweite. Im Gegenteil, da das Brustmuskeltraining zu einer Gewichtsabnahme führt, wie es das regelmäßige Fitnesstraining allgemein tut, kann bei der Frau die Brust sogar schrumpfen.

Ein regelmäßiges Brustmuskeltraining ist aber für Frauen trotzdem wichtig. Es stärkt die den Busen umgebenden Muskeln, die so den, aus Fett- und Drüsengewebe bestehenden, Busen natürlich stützt. Es gibt allerdings Sportarten, die ein gezieltes Brustmuskeltraining erfordern. Beispielsweise Kugelstösser oder Kraftdreikämpfer. Überhaupt ist es allgemein zu empfehlen ein Brustmuskeltraining durchzuführen, damit nicht einzelne Muskelpartien in Nacken und Schulterbereich zu stark ausgebildet werden, so dass dann der gesamte Muskelapparat aus dem Gleichgewicht gerät.

Für das Brustmuskeltraining gibt es im Wesentlichen fünf Übungen, die empfohlen werden:

- Liegestütz
- Wandliegestütz
- Bankdrücken
- Dehnung der Brustmuskulatur
- Überzüge mit der Kurzhantel

Als eigentliche Einstiegsübung in das Brustmuskeltraining kann man die Wandliegestütz bezeichnen. Hier muss nicht das gesamte Körpergewicht gestemmt werden. Wandliegestütz können auch tagsüber zwischendurch während Wartezeiten gemacht werden. Eine Sequenz von 12 Wandliegestützen sollte dabei etwa dreimal wiederholt werden. Der Körper sollte etwa eine Armlänge von der Wand weggestellt werden. Die Oberarme sollten mit nach innen gedrehten Händen unterhalb des Schultergelenks etwas weiter als schulterbreit abgestützt werden. Nun kann man sich gegen die Wand neigen und anschließen den Körper wieder nach hinten drücken. Die Liegestütze lassen sich in gleicherweise, nur am Boden liegend ausführen. Dadurch muss das gesamte Körpergewicht gestemmt werden.

Beim Bankdrücken legt man sich in Rücklage mit angewinkelten Beinen auf eine leicht erhöhte Plattform. In der Hand hält man Lang- oder Kurzhanteln. Die Hanteln werden dann nach oben geführt und wieder herunter gelassen. Wichtig ist dabei, die Schultern in Richtung Becken zu ziehen und die Ellbogen deutlich unter den Schultern aufzusetzen und nicht ganz durchzustrecken. Als letzte Übung kann man Überzüge mit der Kurzhantel machen. Man legt sich wieder in Rücklage mit angewinkelten Beinen auf eine leicht erhöhte schmale Oberfläche und führt die Hantel mit leicht angewinkelten Armen über den Kopf nach hinten. Wichtig ist, dass der ganze Rücken komplett auf der Plattform liegt und die Schultern Richtung Becken gezogen werden. Um Verletzungen vorzubeugen sollte man vor und nach dem Training die Muskeln ausgiebig dehnen. Dehnungsübungen gibt es verschiedene. Brustmuskeltraining ist im Fitnesstraining eine gute Gelegenheit einen gut geformten Oberkörper zu erhalten.