Deltamuskel

Der Deltamuskel wird in der Fachsprache auch Musculus deltoideus und bedeckt schützend das Gelenk der Schulter. Der Muskel ist ungefähr ein zwei cm dicker Strang und hat seinen Namen daher, dass es dem umgedrehten griechischen Delta ähnlich sieht. Er drückt den Kopf des Oberarmknochens in die zugehörige Gelenkpfanne und gibt der Schulter damit ihren Halt sowie dient der Deltamuskel der Hebung des Oberarms. Durch gezieltes Training kann die Proportion der Schulter entscheidend verändert werden. Der Musculus deltoideus ist ein aus drei Teilen bestehender Muskel, die an verschiedenen Stellen angewachsen sind: pars clavicularis (am Schlüsselbein), pars acromialis (am Schulterhöhenteil) und der pars spinalis (an einem Teil des Schulterblattes). Diese drei besagten Teile laufen über das Schultergelenk und sind durch eine gemeinsame Sehne, die zwischen dem Bizeps und dem Deltamuskel Trizeps hindurch verläuft, an der Außenseite des Oberarmknochens verwachsen.

Die verschiedenen Ansatzstellen des Deltamuskels sorgen dafür, dass der Muskel verschiedene Funktionen des Hebens durch den Arm ausführen kann. Der Gegenspieler zum Deltamuskel ist die Schwerkraft. Durch die Entspannung des besagten Muskels, fällt der Arm wieder nach unten. Für geringe Hebefunktionen kommt noch nicht der Deltamuskel zum Einsatz, sondern vorerst der Musculus supraspinatus, da der Deltoideus dafür zu viel Kraft aufwenden müsste. Mit zunehmendem Ausmaß des Hebevorgangs kommt ein Teil des Deltamuskels in Bewegung, nämlich der pars acromialis. Vergrößert sich der Hebewinkel um mehr als 60 Grad, ist dieser Teil des Muskels nicht mehr stark genug und die beiden unteren Teile, nämlich der pars Deltamuskel clavicularis und der pars spinalis, übernehmen die Arbeit.

Das Schulterblatt muss gekippt werden, damit der Arm bei einer Hebebewegung nicht über den rechten Winkel hinausführt und somit nicht gegen den Knochenvorsprung (Acromion) des Schulterblattes stößt. Diese Bewegung wird auch vom Deltamuskel ausgeführt, genauer vom pars spinalis. Beim Krafttraining geht es oft darum, auch den Deltamuskel optimal zu trainieren.

Viele machen beim Training den Fehler, dass sie die Arme drehen, wobei es eigentlich effizienter ist, die Arme seitlich vom Körper fortzubewegen. Dadurch erzielt man eine größere Belastung des Muskels und hat einen damit verbundenen größeren Trainingserfolg. Der Deltoideus wird aufgrund seiner Lage, nämlich der günstigen Entfernung von Nerven und Arterien, zur intramuskulären Deltamuskel Injektion von Medikamenten verwendet.