Kraftausdauer

Der Begriff bzw. die Bezeichnung der Kraftausdauer wird in der Sportmedizin und der Sportwissenschaft häufig benutzt. Der Begriff birgt einige Besonderheiten. Er ist aus den beiden Wörtern Kraft und Ausdauer zusammengesetzt worden. Das Besondere: Kraft ist eine Einzelbewegung und wird oft im alltäglichen Leben nur kurz angewandt. Beispielsweise beim Tragen eines Kartons. Beim Absetzen wird der Kraftaufwand sofort gelockert und es besteht keine Beanspruchung mehr in dieser Hinsicht. Bei der Ausdauer sieht es ganz anders aus. Sie beschreibt die Dauerleistung, angewendet werden kann. Ausdauer ist beispielsweise bei einem Marathonlauf sehr von Vorteil. Sie beschreibt die Energie, die über einen gewissen Zeitraum andauernd also ständig angewandt wird. Beim Zusammenspiel der beiden Begriffe Kraft und Ausdauer kommt man auf Kraftausdauer zu sprechen. Diese beschreibt Kraft die ausdauernd von beispielsweise einem Sportler ausgeführt wird.

Ein Eiskunstläufer benötigt in seiner Sportart eine ganze Menge an Kraftausdauer. Die Sprünge die dort zum Bespiel hintereinander vorgewiesen werden müssen während einer Kür spiegeln die Kraft des Sportlers wieder. Die Ausdauer besteht darin, diese immer wieder ausführen zu können und während der Kür nicht zu stoppen. Auch bei anderen Sportarten wird Kraftausdauer benötigt. Schwimmer, Volleyballspieler und Ringer werden auf Kraftausdauer trainiert. Der Trainingsplan wird bei diesen Sportarten neunzig Prozent auf die Kraftausdauer ausgelegt. Grundsätzlich gilt, das Kraftausdauer eine der schwersten Trainingsziele ist.

Die pure Ausdauer oder nur die pure Kraft aufzubringen ist einfacher, als beides zu trainieren und sich anzueignen. Oft spielt die Ermüdung der Muskeln dem Sportler einen Streich. Nach der Beendigung des Kraftaktes beispielsweise, wie oben schon aufgeführt, eines Sprunges beim Einskunstlauf, werden die Kraftausdauer Muskeln schlagartig erschlafft.

Der nächste Sprung wird dann immer mühseliger als der Vorherige. Kraftausdauer zehrt Sportlern an ihren Leistungsstandard und beansprucht die Muskeln ungemein. Gerade in Sportarten bei denen es um Kraftausdauer geht, wird Doping groß geschrieben. Die Sportler versprechen sich hierdurch große Leistungs- und Kraftbereitschaft. Aufgrund dessen sind dies, die Sportarten bei denen am meisten auf Doping kontrolliert wird. Gerade der Eiskunstlauf hat durch den Katharina Witt Skandal beim Doping sehr gelitten. Aber grundsätzlich gilt: Kraftausdauer ist harte und anstrengede Arbeit, aber auch der Erfolg durch einen Sieg zahlt sich aus.