Sixpack

In den letzten Jahrzehnten hat sich für Männer ein gängiges Schönheitsideal entwickelt, dass von allen Medien täglich propagiert wird. Groß, schlank, sportlich und muskulös soll er sein, der Traummann von heute. Diesem Ideal werden natürlich nur wenige Models gerecht, aber der Normalbürger versucht natürlich auch, dieser Optik ein Stück näher zu kommen. Ein besonders markantes Symbol für dieses Idealbild ist das Sixpack. Es soll zwar noch vereinzelt Männer geben, die unter einem Sixpack ausschließlich einer Sechserpack Bier verstehen, aber ihre Zahl wird immer geringer.

Das Sixpack gilt als Inbegriff einer straff trainierten Bauchmuskulatur. Wer über einen Waschbrettbauch verfügt, der präsentiert ihn stolz im Schwimmbad oder am Strand und erntet anerkennende Blicke der Frauenwelt. Der Weg zum Sixpack ist jedoch voller Schweiß und Tränen. Wer nicht über besonders günstige Gene verfügt, muss lange trainieren, um die Bauchmuskulatur so ausdrucksstark zu definieren. Je nach persönlicher Konstitution gelingt es zwar die Bauchmuskeln in die entsprechende Form zu trainieren, aber es ist von Außen nicht zu erkennen, da sich eine kleine Speckschicht hartnäckig über den Muskeln hält und das Sixpack nicht zur Geltung kommen lässt.

Generell sollte man sich zum intensiven Bauchmuskeltraining in ein Fitness-Studio begeben. Das Sixpack-Training kann falsch ausgeführt den Rücken zu stark belasten. Ein versierter Fitness-Trainer weiß das mit fachlicher Anleitung zu verhindern. Untrainierte Menschen sollten keinesfalls zu Hause mit einem Sit-Up-Programm beginnen. Ihr Körper ist an die ungewohnte Belastung nicht gewohnt und kann mit Zerrungen oder schlimmerem reagieren. Wenn sich trotz hartem Training kein Waschbrettbauch zeigen will, und trotz Diät die Speckschicht nicht von den Bauchmuskeln weichen will, dann steht die persönliche Konstitution dem Sixpack entgegen. Im Prinzip kann dann nur noch eine Fettabsaugung den gewünschten Erfolg bringen. Jedoch steht das Risiko in keinem gesunden Verhältnis mehr zum Nutzen.

Soweit sollte man nicht gehen, um einem Schönheitsideal zu genügen. Ein flacher, straffer Bauch wirkt auch ohne definiertes Sixpack attraktiv und männlich. Die meisten Geschlechtsgenossen können da schon nicht mehr mit halten und an den Models auf dem Zeitschriften-Cover sollte man sich nicht messen. Kleine körperliche Schwächen werden dort bekanntlich weg retuschiert. Man sollte sich dann besser mit einem gut trainierten Körper abfinden. Gut trainierte Bauchmuskeln sind vor allem eines: Gesund! Es stützt Sixpack die Rückenmuskulatur und sorgt für eine gesunde Körperhaltung. Das ist wichtiger als eine ansprechende Optik.